Schüler gestalten „Stolperwürfel“: Gedenken an Opfer des Holocausts
- M. Meyer
- 13. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Feb.
Am 27. Januar 2025 jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 80. Mal. Zum Gedenken an die Millionen Opfer des Holocaust fand im Bürgerhaus Pölling eine bewegende Gedenkveranstaltung statt, organisiert vom Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte.
Ein zentrales Element des Abends war die Vorstellung eines „Stolperwürfels“, den Schülerinnen und Schüler der 9gm2 und der Q12 aktiv mitgestaltet hatten. Die Seiten des Würfels beleuchten verschiedene Aspekte der NS-Verbrechen, darunter die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung aus Neumarkt sowie die systematischen Euthanasiemorde im Rahmen der „Aktion T4“, bei der unter dem NS-Regime hunderttausende kranke und behinderte Menschen getötet wurden. Darüber hinaus schafft der Würfel aber auch einen Bezug zu heute und setzt sich mit aktuellen Menschenrechtsverletzungen auseinander.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von drei Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe, unter der Leitung von Helmut Enzenberger. Ihre feinfühlig vorgetragenen Stücke jüdischer Musik verliehen der Veranstaltung eine würdige Atmosphäre.
Gerade in Zeiten, in denen autoritäre Tendenzen weltweit zunehmen und rechte Parteien in Europa erstarken, ist es essenziell, junge Menschen für die Werte von Demokratie und Menschenrechten zu sensibilisieren. Sie sind keine Selbstverständlichkeit – das wurde an diesem Abend eindrucksvoll betont. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde ein eindringlicher Appell formuliert: „Demokratie und Freiheit sind wie eine Leihgabe – wir müssen sie pflegen, bevor wir sie an die nächste Generation weitergeben.“
Als nachhaltiges Zeichen bleibt der Stolperwürfel eine Zeit lang in der Aula des Ostendorfer-Gymnasiums ausgestellt, um die Auseinandersetzung mit diesen wichtigen Themen fortzusetzen.
Pauline Schardt und Sophia König (9gm2)
